THW Lohr im „Corona-Modus“

Wie überall läuft auch beim THW Lohr alles im „Corona-Modus“. Unsere Veranstaltungen sind abgesagt. Übungen und Ausbildungen vorerst ausgesetzt, Kameradschaft läuft auf Sparflamme. Wir stehen dennoch und besonders in dieser Zeit einsatzbereit und haben unseren THW-Alltag an die Corona Zeit angepasst. Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen wurden zügig umgesetzt. Wenn es nötig ist, dass einzelne Helferinnen und Helfer in der Unterkunft zusammenkommen, halten wir die Abstandsregeln ein und tragen eine Maske, wo es erforderlich ist. Wir haben neue Kommunikationsmöglichkeiten gefunden, so gab es schon eine Führungskräftebesprechung und Jugendausbildung per Videokonferenz, weitere sind in Planung.

Corona bestimmt auch unseren Einsatzalltag. Bis zu 500 THW Helferinnen und Helfer sind bayernweit täglich im Einsatz und unterstützen in vielen verschiedenen Bereichen. Kernaufgabe für das THW in Bayern ist die zentrale Logistik des Freistaates beim Transport von Schutzgütern. Hier ist das THW Lohr mit eingebunden, unsere Kraftfahrer Teams wechseln sich regelmäßig mit den Transporten ab. Zum Einsatz kommt meist unser flexibler Mehrzweckkraftwagen (MzKW) samt Anhänger. Das Gespann kann eine Transportkapazität von bis zu 20 Paletten Material aufnehmen. Im Normalfall steht der MzKW geladen mit Ausrüstungsgegenständen für den Einsatz in der Unterkunft bereit. Besonderheit des Fahrzeuges, das Einsatzmaterial ist auf Rollwägen verlastet, diese können kurzer Hand abgeladen und der MzKW als Transportkomponente genutzt werden. In regelmäßigen Abständen und im Wechsel mit unseren Nachbar Ortsverbänden übernimmt der THW Ortsverband Lohr Transportaufträge vom Zentrallager im Großraum München in die Region Unterfranken. Dort angekommen erfolgt sofort die Weiterverteilung durch die THW Ortsverbände auf regionaler Ebene an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde. In der THW Regionalstelle Karlstadt laufen die Fäden der aus Unterfranken eingesetzten THW Ortsverbände zusammen. Die Regionalstelle koordiniert die Einsatzaufträge, welche sie vom THW Landesverband Bayern erhält und gibt sie an die Ortsverbände weiter. In die Regierung von Unterfranken wird seitens des THW ein Verbindungspersonen entsandt. Diese koordiniert dort die Einsatzaufträge des THW. Unser Ortsbeauftragter Michael Nätscher war ab Ostermontag für eine Woche in der Abendschicht der Regierung als Verbindungsperson eingesetzt.

Die Einsatzoptionen des THW in der Coronakrise sind sehr vielfältig. Zum Beispiel in logistischer Unterstützung, zur Beratung in Krisenstäben, zum Einrichten von Notunterkünften, zum Stellen und Betreiben von notwendiger Infrastruktur. Zugute kommt uns hierbei unsere einheitliche Ausbildung und Ausstattung. Durch regelmäßige Übungen und Weiterbildungen sind wir für Ausnahmesituationen geschult und können diese Fähigkeiten auch in dieser Zeit im Einsatz unter Beweis stellen.

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