Nachwuchs in den Reihen der Atemschutzgeräteträger des THW Regionalstellenbereiches Karlstadt

Meist kommen sie in brenzligen Situationen zum Einsatz. Es muss schnell gehen und jeder Handgriff sitzen. Für Einsätze in Gebäuden und Gebieten wo die Luft verunreinigt ist sind sie unverzichtbar. Damit sie immer einen kühlen Kopf bewahren und auch knifflige Aufgaben souverän meistern, durchlaufen die Atemschutzgeräteträger eine spezielle Ausbildung.

Zehn neue Atemschutzgeräteträger für den THW Regionalstellenbereich Karlstadt bildete Bereichsausbilder Atemschutz Andreas Stahl vom THW Lohr im Januar und Februar 2020 aus. Vorangegangen war ein Schnuppertag, an dem die Interessenten erste Erfahrungen mit dem Gerät sammeln und eine erste Belastungsprobe durchlaufen konnten.

Nachdem die Entscheidung gefallen ist sich zum Atemschutzgeräteträger ausbilden zu lassen, ist ein Besuch bei einem Arbeitsmediziner nötig. Dieser führt eine Gesundheitsuntersuchung, die sogenannte G26/3 durch. Sie beinhaltet unter anderem einen Lungenfunktionstest und ein Belastungs-EKG.

An drei Wochenenden lernen die künftigen Geräteträger alles Wichtige in Theorie und Praxis rund um das Thema Atemschutz. Wie funktioniert die Technik? Wie Verhalten ich mich richtig im Einsatzfall? Wie schütze ich mich selbst? Die Besonderheiten bei Gefahrgutunfälle, die zügige und schonende Rettung von Menschen im Gefahrenbereich und die Unterstützung der Feuerwehren im Einsatz sind ein paar Beispiele der behandelten Themen.

In den praktischen Übungen hielt das Ausbilderteam den Adrenalinspiegel der Teilnehmer ganz schön auf Trapp und sorgte mit Übungsdurchgängen bei großer Hitze, in schwindelnder Höhe, in dunklen und verrauchten Gebäuden und mit eingespielten Geräuschen wie Kindergeschrei für zusätzlichen Nervenkitzel bei den gestellten Aufgaben.

Am Prüfungswochenende absolvierten die Atemschutzgeräteträger die letzten Übungseinheiten unter anderem mit Legosteinen. Die bunten Steine wurde zur Funkausbildung genutzt. Zwei räumlich getrennte Gruppen verständigten sich unter Atemschutz per Funk, um zwei identische Legobauwerke zu erstellen. Genaue Verständigung, Geschick und Feinmotorik waren bei dieser Übung gefragt.

Am Sonntag legten alle Teilnehmer erfolgreich die Prüfung in Theorie und Praxis ab. Leiterin der THW Regionalstelle Karlstadt und Michael Nätscher (Ortsbeauftragter THW Lohr) überreichte die Teilnehmerurkunden und freuen sich mit den THW Ortsverbänden Alzenau, Aschaffenburg, Lohr, Marktheidenfeld und Würzburg über 10 neue Atemschutzgeräteträger.

Gratulation allen Teilnehmer zur bestandenen Prüfung und ein herzlicher Dank allen die, diese Ausbildung ermöglicht haben. Andreas Stahl mit seinem Ausbilder Team Manuel Rubenbauer und Christopher Stahl(alle OV Lohr), den Unterstützern aus den Reihen der Feuerwehr Joachim Mantel (Kreisbrandmeister Fachbereich ABC / Atemschutz) und Sebastian Bechold (1. Kommandant Feuerwehr Burgsinn), den Feuerwehren Lohr und Markheidenfeld, der Firma Gerresheimer fürs Bereitstellen eines Übungsgeländes und der Küche des THW Lohr für die leckere Verpflegung.

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