Pumpeinsatz für den OV Lohr in Aschaffenburg

Rund 60 Einsatzkräfte der Ortsverbände Aschaffenburg, Lohr, Obernburg und Schweinfurt rief ein Grundbruch am Bauvorhaben „Regenüberlaufbecken Willigisbrücke“ in Aschaffenburg auf den Plan.

Grundlage des Einsatzes war der Einsatzplan für Hochwasseralarm an diesem Bauvorhaben. Dieser hat den Zweck bei drohendem Hochwasser zur Verminderung von Schäden das Bauwerk kontrolliert zu fluten.

In der Nacht zum Freitag kam es zu einem sogenannten Grundbruch, bei dem Grundwasser unkontrolliert in die Baugrube eindrang. Dies hatte zur Folge, dass die Auffahrt zur Willigsbrücke teilweise absackte. Es drohte die Gefahr einer Beschädigung dort verlegter Versorgungsleitungen, unter anderem eine 110 kV-Leitung und eine Gasleitung. Um zu verhindern, dass weite Teile der Stadt Aschaffenburg durch Beschädigung der Stromleitung ohne Stromversorgung auskommen müssen, wurde der Einsatzplan aktiviert, die Baugrube kontrolliert zu fluten.

Der Ortsverband Obernburg mit der Fachgruppe Wasserschaden Pumpen (WP) wurde alarmiert. Stellvertretender Ortsbeauftragter Andre Stark (OV Obernburg) forderte über die THW Regionalstelle Karlstadt die Alarmierung der Ortsverbände Lohr mit der Fachgruppe WP und den örtlich zuständigen OV Aschaffenburg mit an.

Grob 4.500 m³ Mainwasser wurden mit den Pumpen der beiden Fachgruppen in die Baugrube gefüllt, um dem eindringenden Grundwasser einen Gegendruck zu setzten. Die Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung der drei Ortsverbände unterstützen unter anderem mit Stromversorgung der Pumpen. Verpflegung für die Einsatzkräfte lieferte die Logistik des Ortsverbandes Aschaffenburg.

Zur Sicherung des umliegenden Geländes wurde im Laufe des Einsatzes der nächstgelegene ESS-Trupp mit dem Einsatzstellensicherungssystem aus dem OV Schweinfurt alarmiert. Die Spezialeinheit kam zum Einsatz, um das abgesunkene Gelände zu beurteilen. Mit dem Tachymeter lassen sich mittels Lasermesstechnik millimetergenau die Bewegungen des Geländes erkennen.

Die Alarmierung erfolgte am Freitagmorgen gegen 11 Uhr der Pumpeinsatz dauerte insgesamt knappe 10 Stunden. Der ESS Trupp und ein THW Baufachberater verblieben zur Sicherung der Einsatzstelle bis zum Samstagmorgen. Ein Dank geht an alle Einsatzkräfte, die mit routiniertem und tatkräftigem „Anpacken“ zum Gelingen des Einsatzes beitrugen.

(Unsere Bildergalerie wurde ergänzt mit Bildzulierferungen des THW Aschaffenburg/Fabian Franz und THW Obernburg/Andre Stark)

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